Autor Thema: Hohe Nitratwerte - Trinkwasser bald 45 Prozent teurer?  (Gelesen 958 mal)

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Offline Wolfgang_AW

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Hohe Nitratwerte - Trinkwasser bald 45 Prozent teurer?

Zitat
In vielen Regionen Deutschlands sind die Nitratwerte zu hoch, deshalb müssen die Bürger bald mehr für Trinkwasser zahlen. Auf eine Familie könnten nach SPIEGEL-Informationen Extrakosten von 134 Euro zukommen.
...
In mehr als einem Viertel aller deutschen Wasserspeicher liegt die Nitrat-Konzentration über dem gesetzlichen Limit. (...) Ursachen sind der hohe Einsatz von Mineraldünger für den Obst- und Gemüseanbau und die Intensiv-Tierhaltung, in deren Folge übermäßig viel Gülle und Mist auf den Feldern landen. Das Nitrat gelangt ins Grundwasser und in Flüsse und schließlich in die Wasserwerke. (...)
Für die Bürger in den Problemregionen könnte das zu höheren Trinkwasserkosten führen. Sollten die Belastungen nicht bald zurückgehen, so die UBA-Studie, kommen auf die deutschen Wasserwerke zusätzliche Kosten in Höhe von 580 bis 767 Millionen Euro pro Jahr zu. Umgelegt auf den Kubikmeter rechnen die Autoren für den Endverbraucher mit einer Preiserhöhung von 32 bis 45 Prozent

Unsere Lebensweise z.B. hinsichtlich billigem Fleisch, zunehmende Monokulturen als auch das  zunehmende aufkaufen und ausbringen von Gülle aus den Niederlanden (dort bereits seit längerem eingeschränkt) fällt uns nun auf die Füße.

Aber auch in "idyllischen" Gegenden wie im oberen Rheintal bei Rastatt und Baden-Baden dräut ein riesiger Umweltskandal. Dort drangen durch verseuchten Kompost inzwischen (was man lange nicht wahrhaben wollte) perfluorierte und polyfluorierte Chemikalien in das tiefe Grundwasser ein.

PFC-Skandal in Mittelbaden

Hier trifft der berühmte Satz "Wir schaffen das" nun wirklich mal zu.
Wir schafffen es, uns eine der wichtigsten Lebesgrundlagen zu entziehen und keiner war's.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
„Es hat sich bewährt, an das Gute im Menschen zu glauben, aber sich auf das Schlechte zu verlassen.“

(Alfred Polgar)

 

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