Autor Thema: Rohrkrepierer Intelligenter Stromzähler  (Gelesen 26698 mal)

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Offline EviSell

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Re: Rohrkrepierer Intelligenter Stromzähler
« Antwort #75 am: 17. June 2016, 10:40:14 »
Das das so schnell verabschiedet werden soll, hat sicherlich nichts damit zu tun, dass derzeit die Fußball-EM ist.

Wer trotz des Sportereignisses Zeit findet (oder auch in den Spielpausen), kann gern diesen Artikel lesen:

Smart Meter-Gesetz: Digitale Revolution von unten oder Digitalisierung-Diktatur von oben?

Zitat
...
Der Bundestag wird das Smart Meter-Gesetz ... am 23. Juni mit der 2. und 3. Lesung verabschieden. Anlässlich der drohenden Beschlussfassung sollen einige (der vielen) Schwachstellen nochmal erörtert werden.
...
http://phasenpruefer.info/smart-meter-gesetz-digitale-revoulution-oder-digitale-diktatur/
« Letzte Änderung: 17. June 2016, 12:38:58 von EviSell »

Offline Wolfgang_AW

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Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende
« Antwort #76 am: 03. February 2017, 15:07:13 »
Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende

Smart Meter Akteure bringen sich in Stellung

Zitat
Intelligente Stromzähler, auch Smart Meter genannt, ermöglichen die Erfassung, Auswertung und gezielte Steuerung des Stromverbrauchs. Ab 2017 sind sie für bestimmte Stromerzeuger und Stromverbraucher in Deutschland vorgeschrieben.
...
Stadtwerke bilden strategische Partnerschaften für Smart Meter Rollout
 Ab 2017 werden Smart Meter für bestimmte Großerzeuger und –verbraucher zur gesetzlichen Pflicht. Am Markt für die intelligenten Messsysteme formen sich bereits erste Allianzen. Einige nordrhein-westfälische Stadtwerke haben ein Grundsatzpapier zur Umsetzung der großflächigen Markteinführung mit der Stadtwerke-Kooperation Trianel GmbH unterzeichnet.
...
Kernelement eines Smart Meters ist eine Kommunikationseinheit, dem sogenannten Smart-Meter-Gateway, das die elektronischen Messeinrichtungen mit den Marktteilnehmern (z.B. Netzbetreiber oder Energielieferant) verbindet. Für den sicheren Betrieb ist der sogenannte Smart-Meter-Gateway-Administrator verantwortlich. Dieser muss bestimmte betriebliche Mindestanforderungen zur Durchsetzung der Informationssicherheit erfüllen. Dazu ist eine Zertifizierung erforderlich. Der Rollout des Gateways kann erst beginnen, wenn das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik mindestens drei unabhängigen Herstellern Produkte zertifiziert hat
...
Jahrelang von Politik und Energiewirtschaft vorbereitet, beginnt der Rollout mit der Umrüstungspflicht für Großerzeuger und Großverbraucher. Diese müssen laut Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende bis 2032 alle analogen durch elektronische Stromzähler austauschen. Zunächst betrifft das lediglich Großverbraucher (> 10.000 kWh/Jahr) und große EEG-Anlagen (7 bis 100 kW installierter Leistung). In einem zweiten Schritt sollen ab 2021 Verbraucher > 6.000 kWh/Jahr folgen.

Wichtig ist dabei, dass gleichzeitig ein neues Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG) in Kraft getreten ist.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
 
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Offline Wolfgang_AW

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Intelligente Stromzähler liefern falsche Daten
« Antwort #77 am: 10. March 2017, 12:18:29 »
Intelligente Stromzähler liefern falsche Daten

Zitat
Die Stromrechnungen vieler Kunden könnten falsch sein, weil ein Teil der neuen digitalen Zähler viel zu hohe Verbrauchswerte ausweist - in manchen Fällen fast das Fünffache.
...
Diesen Verdacht legt eine Studie der Universität Twente in den Niederlanden nahe. (...)
Mehr als die Hälfte der Stromzähler wiesen Werte aus, die weit über dem tatsächlichen Verbrauch lagen, teilweise um bis zu 582 Prozent. Grund für die hohen Abweichungen sei die zunehmende Anzahl von Stromspargeräten in den Haushalten, so die Studie.
Der Grund: Sie folgten bei der Stromaufnahme nicht mehr der bislang üblichen Wellenbewegung, sondern einem "abrupteren Muster". Darauf seien die beanstandeten Zähler jedoch nur unzureichend vorbereitet und lieferten somit fehlerhafte Werte, so das Ergebnis der Versuchsreihen.

...
Leferink rät auch deutschen Kunden, ihren Verbrauch zu kontrollieren und sich bei Verdacht mit ihrem Versorger in Verbindung zu setzen.
Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang_AW

 
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Offline bolli

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Re: Rohrkrepierer Intelligenter Stromzähler
« Antwort #78 am: 10. March 2017, 14:19:01 »
Na super,

da bekommen wir ja dank unseres "Oberwirtschafters" Herrn Gabriel eine richtige Innovation, aber wohl eher für die Stromkonzerne.  >:(

Mal sehen, wie lange man sich dagegen wehren kann bzw. wann mein Netzbetreiber umrüsten will.

Offline Erdferkel

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Re: Rohrkrepierer Intelligenter Stromzähler
« Antwort #79 am: 10. March 2017, 16:39:37 »
Mal sehen, wie lange man sich dagegen wehren kann bzw. wann mein Netzbetreiber umrüsten will.

Als Privatkunde in den eigenen 4 Wänden hoffentlich noch eine ganze Weile... Bei Neubau und mit Verbrauch über 6000 Kwh (war das die Grenze ab wann Umrüstpflicht besteht?) hat man wohl jetzt schon schlechte Karten, Mieter sind in dieser Angelegenheit auch dem Vermieter ausgeliefert, wenn der sagt umrüsten wird umgerüstet. Hat Jemand Erfahrungen wie das abläuft?
Mich werden sie zwingen müssen, da bleibt der analoge Zähler drin.
Und ausgerechnet das Lastverhalten der "Energiespar" Geräte soll schuld sein, was eine Ironie...  :(

Offline Didakt

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Re: Rohrkrepierer Intelligenter Stromzähler
« Antwort #80 am: 10. March 2017, 17:31:06 »
Die FAZ schreibt unter dem 10.03.2017: „Bis 2020 sollen zunächst die Großverbraucher (mehr als 10.000 Kilowattstunden) mit Smart-Metern ausgestattet werden, Privatverbraucher sind vorerst ausgenommen.“ Siehe hier.

Offline Erdferkel

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Re: Rohrkrepierer Intelligenter Stromzähler
« Antwort #81 am: 10. March 2017, 18:16:47 »
Hab bei NTV (http://www.n-tv.de/ratgeber/Versiebenfachen-Stromzaehler-die-Rechnung-article19740013.html) gerade wieder die 6000 Kwh Grenze für Haushaltskunden gefunden, Umrüstung peu á peu bis 2035... Das wird noch richtig lustig werden, fürchte ich  :-\

Offline Wolfgang_AW

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Messstellenbetriebsgesetz
« Antwort #82 am: 10. March 2017, 19:02:47 »

Betrifft Letztverbraucher <6000 KWh

Siehe Gesetz über den Messstellenbetrieb und die Datenkommunikation in intelligenten Energienetzen (Messstellenbetriebsgesetz - MsbG)

§ 31 Wirtschaftliche Vertretbarkeit der Ausstattung von Messstellen mit intelligenten Messsystemen; Preisobergrenzen

Zitat
(3) Die optionale Ausstattung einer Messstelle bei einem Letztverbraucher mit einem intelligenten Messsystem nach § 29 Absatz 2 Nummer 1 ist wirtschaftlich vertretbar, wenn vom grundzuständigen Messstellenbetreiber

1.
    ab 2020 Messstellen an Zählpunkten mit einem Jahresstromverbrauch über 4 000 bis einschließlich 6 000 Kilowattstunden mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden und dabei für den Messstellenbetrieb für jeden Zählpunkt nicht mehr als 60 Euro brutto jährlich in Rechnung gestellt werden,
2.
    ab 2020 Messstellen an Zählpunkten mit einem Jahresstromverbrauch über 3 000 bis einschließlich 4 000 Kilowattstunden mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden und dabei für den Messstellenbetrieb für jeden Zählpunkt nicht mehr als 40 Euro brutto jährlich in Rechnung gestellt werden,
3.
    ab 2020 Messstellen an Zählpunkten mit einem Jahresstromverbrauch über 2 000 bis einschließlich 3 000 Kilowattstunden mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden und dabei für den Messstellenbetrieb für jeden Zählpunkt nicht mehr als 30 Euro brutto jährlich in Rechnung gestellt werden,
4.
    ab 2020 Messstellen an Zählpunkten mit einem Jahresstromverbrauch bis einschließlich 2 000 Kilowattstunden mit einem intelligenten Messsystem ausgestattet werden und dabei für den Messstellenbetrieb für jeden Zählpunkt nicht mehr als 23 Euro brutto jährlich in Rechnung gestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Wolfgang_AW
« Letzte Änderung: 10. March 2017, 19:11:35 von Wolfgang_AW »
"Jeder Mensch kann irren, aber Dummköpfe verharren im Irrtum!"
(Cicero)

 

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