Autor Thema: Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012  (Gelesen 22548 mal)

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Offline superhaase

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #15 am: 22. Februar 2012, 07:49:30 »
@Zeus:

Was soll das Geschwafel über heilige Kühe?
Was soll die dämliche Polemik gegen die \"PV-Renditejäger\"?
Glauben Sie, die Kohlekraftwerksbetreiber erzeugen Strom aus einer Art Altruismus heraus?

Was hilft es, bei jeder Preiserhöhung von Haushaltsstrompreisen auf den Sündenbock PV loszugehen, wenn die Preiserhöhung gar nicht darin begründet ist?

Und auch wenn Sie es geflissentlich ignorieren, nochmals zur Klarstellung:
Ich habe noch nie eine Überförderung der PV verteidigt.
Im Gegenteil habe ich die Politik schon immer für ihre zu späte Reaktion auf den absehbaren Preisverfall in der PV kritisiert.

Niemandem ist aber nun geholfen, wenn Sie hier eine Preiserhöhung der PV unterschieben, obwohl sie auf anderen Umständen gründet.
Damit lenken Sie von anderen preistreibenden Faktoren ab, die man ebenfalls benennen und anprangern sollte.
Sie helfen damit auch nicht den an \"Energiearmut\" leidenden Menschen.

ciao,
sh
8) solar power rules

Offline Zeus

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #16 am: 22. Februar 2012, 09:04:32 »
@superhaase
Wie immer . Auf das Thema nicht eingehen. Beleidigend werden. Zahlen, die Ihnen nicht passen, einfach ignoriern. Trotzdem werde ich mich nicht auf Ihr armseliges Argumentationsniveau nicht herablassen.

Offline superhaase

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #17 am: 22. Februar 2012, 09:13:58 »
Zitat
Original von Zeus
Auf das Thema nicht eingehen.
Im Gegensatz zu Ihnen, der im letzten Beitrag über Frankreichs Irrweg, die Atomenergie, die CO2-Frage etc. einen weiten Bogen abseits des Themas geschlagen hat, bin ich nach wie vor beim Thema der Preiserhöhungen und der Ursachen hierzu.

Zitat
Beleidigend werden.
Damit haben Sie angefangen, indem Sie über heilige Kühe schwadroniert und PV-Investoren als Renditejäger beschimpft haben, für die das Leid anderer keine Rolle spielen würde.

Zitat
Zahlen, die Ihnen nicht passen, einfach ignoriern.
Welche zahlen habe ich denn ignoriert?
Im Gegenteil habe ich Zahlen richtiggestellt.

Zitat
Trotzdem werde ich mich nicht auf Ihr armseliges Argumentationsniveau nicht herablassen.
Jetzt bin ich aber enttäuscht, dass Sie keine Empathie empfinden können für Leute, die unter Niveau-Armut leiden. ;)

ciao,
sh
8) solar power rules

Offline Zeus

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #18 am: 22. Februar 2012, 10:00:55 »
@superhaase
Wie sie es brauchen. Aber, es ist festzustellen, dass :
- Sie sind nicht auf die Tatsache eingegangen, dass in Frankreich, mit der großen Produktion an Atomstrom, die Treibhausgas-Immissionen ein Vielfaches geringer sind als in Deutschland. Passt wohl nicht in Ihre Argumentationskette.  Um gleich vorzubeugen : über meine Vorbehalte gegen Nuklear-Reaktoren und deren weiteren Ausbau werde ich noch versuchen in einer fundierten Antwort an huepenbecker einzugehen.
- Immer richtig lesen : ich habe nicht geschrieben, dass wer eine PV-Anlage auf seinem Haus installiert, um seinen bescheidenen Beitrag zur Energiewende zu leisten, ein Rendite-Jäger ist. Ich habe diejenige angegriffen, die nur noch der Rendite wegen (und dies sind nicht wenige)  PV-Ausbau betreiben, ohne Rücksicht auf Umwelt und Landschaft.
- Zahlen ignorieren : Plus hat geschrieben, dass der von Ihnen selbst eingestellten Graphik des BDEW klar zu entnemen ist, dass die Kilowattstunde Solarstrom 2012 netto 35,93 Cent kostet. Was haben Sie dazu sagen ?
- Dass Sie unter Niveau-Armut leiden, ist ein Eingeständnis, dass niemand von Ihnen erwartet hat. Zeigt aber, dass Sie auf dem Weg der Besserung sind. Dies lässt hoffen, dass in Zukunft sicherlich noch die eine oder andere sinnvolle Diskussion mit Ihnen zustande kommen kann. ;)

Offline egn

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #19 am: 22. Februar 2012, 10:26:20 »
Vorweg, um jedem Schubladendenken die Basis zu entziehen - ich besitze keine PV-Anlage und verdiene auch kein Geld an PV-Anlagen.

Ich muss hier SH völlig recht geben, da zitiert Zeus einen Link zu einem Artikel in dem als Begründung für die Preissteigerungen bei Verbraucherpreisen von den Stromversorgungsunternehmen selbst die Änderung zugunsten der Großindustrie beim Netzentgeld genannt wird, aber Zeus hat nichts anderes zu tun als in seinem Beitrag was völlig anderes zu erzählen. Wird auf diese Diskrepanz hingewiesen, dann wird mit billiger Polemik geantwortet, und vom ursprünglichen Thema dann mit einem Rundschlag gegen PV und Energiewende insgesamt von der ursprünglichen Aussage abgelenkt. Es stimmt Zeus, sie haben sich nicht auf das Argumentationsniveau herabgelassen, sie befanden sich schon dort.

Dies wird dann ergänzt durch den Netznutzer, indem er die EEG-Umlage einfach in die PV-Umlage umbenennt, und damit gezielt Desinformation betreibt. Wird er dann dabei durch eine Richtigstellung entlarvt, dann wird der Diskussionspartner der Trunkenheit bezichtigt, und zusätzlich stellt er sich noch selbst als Opfer einer Diffamierung hin.

Wenn Zeus wirklich die Energiearmut was bedeuten würde, dann würde man erwarten dass in der Diskussion statt billiger und unsachlicher Polemik, die Hauptursache für die immer weiter steigende Verbraucherpreise herausgearbeitet würde. Aber der Hass auf jeden der mit der Erzeugung von regenerativer Energie eine Rendite verdient, die im Vergleich zu den Renditen die die Energiekonzerne erzielen, lächerlich ist, verhindert jegliche zielführende Diskussion. Zeus, Sie sollten sich beim eigenen Wort nehmen und das was Sie in ihrem letzten Satz geschrieben haben beherzigen.


Als Denkanstoß für die Suche nach den eigentlichen Profiteuren der ständigen Verbraucherpreiserhöhung möchte ich hier mal die folgende Rechnung aufmachen:

Die Tendenz des Großhandelspreises an der Börse ist seit 2008 stark sinkend. Der 200-Tage Schnitt am Ende von 2008 für Phelix Peak lag bei etwa 85 €/MWh, die EEG-Umlage bei etwa 12 €/MWh, also insgesamt 97 €/MWh. In 2011 lag der Phelix-Peak im Schnitt bei 57 €/MWh, die EEG-Umlage bei 35 €/MW, also insgesamt bei 92 €/MWh. Effektiv hat sich der Strom also trotz EEG-Umlage im Großhandel vergünstigt, trotzdem jetzt im letzten Jahr auch die AKWs abgeschaltet wurden und für ein halbes Jahr die Preise durch Spekulationen wieder angestiegen sind.

Laut dieser Tabelle lag der Durchschnittsstrompreis in 2008 insgesamt bei etwa 21,65 ct/kWh. Die Differenz zum oben genannten Großhandelspreis für die Erzeugung inklusive EEG-Umlage lag bei rund 11,95 ct/kWh. In 2011 lag der Durchschnittsstrompreis bei 24,95 ct/kWh und der durchschnittliche Großhandelspreis für die Erzeugung inklusive EEG-Umlage bei 15,75 ct/kWh. D.h., dass der Strompreis um 3,8 ct/kWh gestiegen ist, obwohl die Kosten der Erzeugung plus EEG-Umlage gesunken ist.

Warum kostet Erzeugung, Transport und Vertrieb in 2011 mehr als in 2008, obwohl der durchschnittliche Großhandelspreis von Strom drastisch gesunken ist, so dass die Summe aus Großhandelspreis plus EEG-Umlage heute niedriger ist als 2008?

Die Krux ist, dass zwischen der Erzeugung und den Versorgern, die die Haushaltskunden versorgen noch weitere Händler sind, die am Strommarkt mit verdienen. Dies sind einmal die Handelsabteilungen der großen Stromkonzerne selbst, aber auch viele Händler die weder in der Erzeugung noch in der Versorgung tätig sind. Diese Zwischenschicht kassiert einen großen Teil dieser Differenz, und sind deshalb für mich eine der Ursachen warum der Preis immer weiter steigt, obwohl die Erzeugung heute günstiger ist. Und auch die Versorger haben eine Anteil an den hohen Preisen für die Haushaltskunden. Sie befinden sich bei stagnierendem Verbrauch in der Industrie, in einem harten Wettbewerb. Industriekunden machen regelmäßig Ausschreibungen und der günstigste gewinnt. Die Haushaltskunden dagegen, haben eine sehr geringe Wechselrate und lassen sich gern über irgendwelche Preisgarantien und lange Vertragslaufzeiten binden.

Nur etwa 6 % der Haushalte wechseln ihren Stromversorger im Jahr, wobei dabei auch noch sehr aktive Mehrfachwechsler enthalten sein dürften. Dies hat zur Folge dass bei Haushaltskunden praktisch kein Wettbewerb existiert, und somit die Versorger jedes Jahr problemlos Preiserhöhungen durchsetzen können. Nur einzelne regionale Unternehmen nehmen den Wettbewerb auf und bieten Verträge mit kurzen Laufzeiten zu günstigeren Preisen. Wenn statt 6 % Haushalte mehr als 50 % jedes Jahr zum günstigsten Versorger mit vernünftigen Bedingungen wechseln würden dann sähe der Markt ganz anders aus.

Wenn man also was gegen die Energiearmut tun möchte dann muss man die Haushalte motivieren mehr zu wechseln. Es ist zu hoffen dass die beschlossene Änderung, zum Versorgerwechsel innerhalb von 2 Wochen, die Wechselwilligkeit erhöht.

Offline superhaase

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #20 am: 22. Februar 2012, 10:48:58 »
Zitat
Original von Zeus
@superhaase
Wie sie es brauchen. Aber, es ist festzustellen, dass :
- Sie sind nicht auf die Tatsache eingegangen, dass in Frankreich, mit der großen Produktion an Atomstrom, die Treibhausgas-Immissionen ein Vielfaches geringer sind als in Deutschland. Passt wohl nicht in Ihre Argumentationskette.
Warum sollte ich darauf eingehen, wenn es nicht zum Thema dieses Threads passt?
Die Atompolitik Frankreichs ist eine diskusionswürdige Sache, hilft aber bei der Suche nach den Ursachen der aktuellen Strompreissteigerungen in Deutschland nicht weiter.
Sie wollen doch nicht etwa PLUS Konkurrenz machen und jeden Thread mit allen möglichen Fremdthemen unlesbar machen?

Zitat
- Immer richtig lesen : ich habe nicht geschrieben, dass wer eine PV-Anlage auf seinem Haus installiert, um seinen bescheidenen Beitrag zur Energiewende zu leisten, ein Rendite-Jäger ist. Ich habe diejenige angegriffen, die nur noch der Rendite wegen (und dies sind nicht wenige)  PV-Ausbau betreiben, ohne Rücksicht auf Umwelt und Landschaft.
Warum um Himmels Willen sollen PV-Investoren nur \"bescheidene Beiträge zur Enerigiewende\" leisten, und nicht nur auf Rendite aus sein?
Das ist ein bisschen zu viel grünsoziale Romantik, finde ich.

Und was heißt \"ohne Rücksicht auf Umwelt und Landschaft\"?
Das ist doch ein völlig undifferenzierter und unbegründeter Vorwurf.
Es gibt Bau- und Genehmigungvorschriften, die einzuhalten sind und die die Verträglichkeit von neuen Kraftwerken zu regeln haben.
Das ist bei neuen PV-Anlagen nicht anders als bei Windkraftanlagen, Kohlekraftwerken oder Autobahntrassen.
Wo kämen wir denn hin, wenn man es in der Verantwortung und dem Ermessen jedes Investors lassen würde, ob er Rücksicht auf Umwelt und Landschaft nimmt?
Wenn also PV-Kraftwerke konform zu den Vorschriften und Genehmigungen errichtet werden, ist das völlig ausreichend.
Andernfalls könnte man die geltenden Vorschriften und die Genehmigungspraxis kritisieren, wenn zu wenig Rücksicht genommen wird.

Zitat
- Zahlen ignorieren : Plus hat geschrieben, dass der von Ihnen selbst eingestellten Graphik des BDEW klar zu entnemen ist, dass die Kilowattstunde Solarstrom 2012 netto 35,93 Cent kostet. Was haben Sie dazu sagen ?
Nichts.
Das ist richtig. Ist aber auch bekannt.
Hätte PLUS falsche Zahlen genannt, so wie Netznutzer, dann hätte ich es ebenfalls richtigzustellen versucht (sofern es mir aufgefallen wäre).

Zitat
- Dass Sie unter Niveau-Armut leiden, ist ein Eingeständnis, dass niemand von Ihnen erwartet hat. Zeigt aber, dass Sie auf dem Weg der Besserung sind. Dies lässt hoffen, dass in Zukunft sicherlich noch die eine oder andere sinnvolle Diskussion mit Ihnen zustande kommen kann. ;)
Schön dass wir wenigstens den Humor und die Offenheit für eine Rückkehr zu einer vernünftigen Diskussion nicht verloren haben.  :]

ciao,
sh
8) solar power rules

Offline PLUS

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #21 am: 22. Februar 2012, 13:20:02 »
@egn, mit Wechseln alleine ist es nicht getan. Kämpfen Sie endlich für fairen Wettbewerb, das gilt für die gesamte Energieerzeugung. Die extreme Privilegierung des PV-Stroms war und bleibt ein wesentlicher Preistreiber! Aufwand und Ergebnis stehen in keinem Verhältnis. Es ist eine Milliardenverschwendung auf Kosten der einfachen Verbraucher. Wollen Sie das immer noch ernsthaft bestreiten?  

Was schreiben Sie zum Beispiel denn da schon wieder:

Zitat
Wenn Zeus wirklich die Energiearmut was bedeuten würde, dann würde man erwarten dass in der Diskussion statt billiger und unsachlicher Polemik, die Hauptursache für die immer weiter steigende Verbraucherpreise herausgearbeitet würde. Aber der Hass auf jeden der mit der Erzeugung von regenerativer Energie eine Rendite verdient, die im Vergleich zu den Renditen die die Energiekonzerne erzielen, lächerlich ist, verhindert jegliche zielführende Diskussion. Zeus, Sie sollten sich beim eigenen Wort nehmen und das was Sie in ihrem letzten Satz geschrieben haben beherzigen.
    Haben Sie denn die Hauptursache wirklich schon selbst herausgearbeitet? Dabei geht es bei der Vertretung von Verbraucherinteressen grundsätzlich um alle Ursachen. Für eine ehrliche Vertretung von Verbraucherinteressen  gibt es keine Schutzzonen, etwa für PV-Stromerzeuger.

    Warum erzählen Sie denn ständig diese Märchen. Sorry, aber das ist nach meinem Geschmack ein penetrantes Verhalten. Mit der PV-Stromerzeugung wird in unseren nördlichen Breiten keine Rendite verdient, die unwirtschaftliche Stromerzeugung und die Umverteilung über die EEG-Umlage, das was Sie Rendite nennen, bezahlen die Verbraucher jedes Jahr in Milliardenhöhe. Ihre ständigen Großhandelspreisausflüge sind für Haushaltskunden wenig interessant. Haushaltskunden zahlen Endpreise, die sollten Sie mal genauer unter die Lupe nehmen. Gerne jeden einzelen Bestandteil!

    Hier hatte ich auf der Basis der verlinkten Grafik (stammt vom von Ihnen so geschätzten @superhaasen) aufgezeigt, dass die Kilowattstunde PV-Strom 2012 im Schnitt mit 35,93 Cent vergütet wird und damit werden ausschließlich die nicht privilegierten Verbraucher belastet. Das ist noch nicht eimal die ganze Zeche, die mit der EE-Förderung und den Privilegien gemacht wird. Sie wissen das genau!

    Die empfindlichen Kriterien, die Sie u.a. bei @Zeus anlegen, setzen Sie doch etwas einseitig ein, wenn man sich die Kritiklosigkeit und die Verteidigung der @superhaasen-Beiträge ansieht. Fair ist wohl auch da ein Fremdwort. Solange Sie die PV-Priviliegien und Subventionen hoch halten und fairen Wettbewerb verhindern und dafür ständig Ablenkungsmanöver starten, bleiben Sie unglaubwürdig, mit oder ohne PV-Anlage auf dem Dach.

Offline egn

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #22 am: 22. Februar 2012, 13:47:52 »
Zitat
dass die Kilowattstunde PV-Strom 2012 im Schnitt mit 35,93 Cent vergütet wird und damit werden ausschließlich die nicht privilegierten Verbraucher belastet.

Der Strom von PV ist auch soviel wert, was man in den letzten Wochen wieder sehen konnte. Ohne die PV läge der Preis zu den Spitzenzeiten weit im dreistelligen Bereich pro MWh. Und da die bei einem Anteil der PV zur Spitzenzeit im Winter von 10-20 % der Preis für allen gehandelten Strom entsprechend sinkt, ergibt in Summe ein Vielfaches des eingesparten Betrages als Kostenvorteil für die Einkäufer an der Strombörse. D.h. wenn der Peakpreis statt 100 €/MWh nur 60 €/MWh beträgt dann ergibt sich ein Kostenvorteil die Einkäufer an der Strombörse der über den aktuellen PV-Kosten liegt.

Dass dieser Vorteil nicht bei den Verbrauchern ankommt ist nicht der PV an zulasten sondern den Marktteilnehmern die sich bereichern. An den aufgelaufenen Kosten der PV kann man nichts mehr ändern. Die durchschnittlichen Kosten werden mit dem weiteren Ausbau der PV auch weiter kontinuierlich sinken. Und die kontinuierliche Senkung der Vergütung und insbesondere die Eigenverbrauchsregelung werden ebenfalls dafür sorgen dass Durchschnittskosten rasant sinken.

Wie Sie bin ich der Meinung dass diese Priviligierung der Großindustrie sowohl im EEG als auch beim Netzentgelt beseitigt werden muss. Die Großindustrie profitiert schon genug von der Senkung der Großhandelspreise an der Strombörse durch die PV.

Ich sehr als kurz- und mittelfristige Lösung für günstige Verbraucherpreise momentan nur den Wettbewerb bei den Verbrauchern von Haushaltsstrom. Sie hätten eine sehr große macht wenn sie konsequent den Anbieter wechseln würden. Man stelle sich vor es wechseln nahezu alle Kunden der großen Stromkonzerne E.ON, RWE, Vattenfall  innerhalb eines Jahres zu anderen günstigeren Anbietern. Den Konzernen würde gar nichts anderes übrig bleiben ihre Preise zu senken um weiterhin im Geschäft zu bleiben.

Offline Energiesparer51

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #23 am: 22. Februar 2012, 13:56:09 »
@plus:
Die EEG-Umlage hat am Strompreis einen nicht unbedeutenden Anteil. Das mag man und auch Sie gern kritisieren.

Für die derzeitig diskutierten Preissteigerungen (das war das Thema dieses Threads) spielt sie eine untergeordnete Rolle.

Die einzelnen vom Gesetzgeber gesteuerten Komponenten der Erhöhungen wurden hier mehrfach aufgelistet, ich verzichte darauf, es erneut zu tun. Aber ich weise nochmals daraufhin, dasse die meisten Lieferanten ihre Preise deutlich stärker erhöhen als es sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen ergibt und auch darauf, dass Strom (der Preis für die Energie) an der EEX zzt. eher niedrig ist.
Trau keinem Pseudowissenschaftler!

Offline PLUS

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #24 am: 22. Februar 2012, 16:13:05 »
Zitat
Original von egn
Zitat
dass die Kilowattstunde PV-Strom 2012 im Schnitt mit 35,93 Cent vergütet wird und damit werden ausschließlich die nicht privilegierten Verbraucher belastet.
Der Strom von PV ist auch soviel wert, ....
    Ist das wirklich Ihr Ernst? ... und dann reden Sie auch noch von Wettbewerb. Bei den Verhältnissen (Steuern, Abgaben, Netzkosten...) befürworten Sie dann \"
im Wettbewerb\" Strompreise für die deutschen Haushaltsstromverbraucher jenseits von einem Euro? 8o[/list]
Zitat
Original von Energiesparer51
@plus:
Die EEG-Umlage hat am Strompreis einen nicht unbedeutenden Anteil. Das mag man und auch Sie gern kritisieren.

Für die derzeitig diskutierten Preissteigerungen (das war das Thema dieses Threads) spielt sie eine untergeordnete Rolle.

Die einzelnen vom Gesetzgeber gesteuerten Komponenten der Erhöhungen wurden hier mehrfach aufgelistet, ich verzichte darauf, es erneut zu tun. Aber ich weise nochmals daraufhin, die sie meisten Lieferanten ihre Preise deutlich stärker erhöhen als es sich aus den gesetzlichen Rahmenbedingungen ergibt und auch darauf, dass Strom (der Preis für die Energie) an der EEX zzt. eher niedrig ist.
    @energiesparer51, dass Versorger bei jeder Gelegenheit versuchen ihren Profit zu optimieren ist ja nichts Neues. Die Aufforderung die Möglichkeiten des Wettbewerbs zu nutzen und ihn damit zu fördern ist grundsätzlich richtig! Darum geht es irgendwie immer aber das ist doch nicht das Thema?

    Was nützen dem Verbraucher niedrige EEX-Preise wenn er dafür doppelt zur Kasse gebeten wir?.
    Sie haben doch sicher die Begründung im Starterlink von @Zeus gelesen:
Zitat
Neben steigenden Beschaffungskosten und höheren Netzentgelten verweisen die Energieversorger bei Preiserhöhungen vor allem auf \"politische\" Zusatzkosten. Insbesondere die seit 2012 geltende Umlage zur Entlastung der stromintensiven Industrie wird als eine zentrale Ursache für Preisanpassungen angeführt.
[/list]
    @Energiesparer51, Ursache und Wirkung nicht verwechseln. Ja, es ist nicht in Ordnung, was die Politik da macht und es sind \"
politische\" Zusatzkosten. Wir wollen doch aber dabei nicht unterschlagen, dass die Misere wesentlich durch die nicht zu Ende gedachten Privilegien der EE und die extreme PV-Förderung  verursacht ist. Woher kommt denn die Explosion beim Ausbau? Offshore-Wind kommt jetzt mit eigenen Problemen dazu.... EE sofort, koste es was es wolle. Das werden die einfachen Verbraucher bald alleine bezahlen, wenn sie sich nicht wehren. Da hilft dann auch kein Wechsel mehr.[/list]

Offline superhaase

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #25 am: 22. Februar 2012, 17:53:27 »
@PLUS:

Dass es zu einer unangemessenen und extremen PV-Förderung gekommen ist, bestreitet doch niemand.
Ich denke, alle hier im Forum sind sich einig, das die extreme PV-Förderung ein unnötiger Kostentreiber war und ist, und dass es sehr ärgerlich ist, dass die Politik hier \"gepennt\" hat.

Daher sind sich ja auch alle hier im Forum wohl einig, dass die PV-Förderung besser angepasst werden muss, um weitere unnötige Kosten für die Verbraucher zu vermeiden.
Das darf sich nicht wiederholen.
Dies ist derzeit in der Bundesregierung in Arbeit.

Abgesehen davon würde selbst ohne Änderung des aktuellen EEG durch die PV auch schon keine solche Kostenexplosion wie in den Jahren 2009 und 2010 mehr vorkommen können, da die PV-Preise inzwischen sehr viel niedriger sind und die jährlichen Senkungsraten der PV-Vergütung viel stärker wirken als damals. Die ersten 25 GWp an PV haben 1,86 ct EEG-Umlage bewirkt, die nächsten 25 GWp an PV würden bei gelichbleibendem hohen Ausbautempo weniger als 0,5 ct/kWh EEG-Umlage bewirken.
Aber wie gesagt, es wird ja aktuell an einer noch stärkeren Begrenzung der Kosten gearbeitet.

Das alles hat aber nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun, denn die aktuell angekündigten Strompreissteigerungen sind eben nicht durch die PV verursacht, da die EEG-Umlage, in denen die PV-Kosten enthalten sind, nur von 3,53 auf 3,59 ct/kWh, also praktisch gar nicht gestiegen ist.

ciao,
sh
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Offline Zeus

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« Antwort #26 am: 22. Februar 2012, 18:13:30 »
@egn
Sie besitzen keine PV-Anlage und verdienen auch kein Geld mit PV-Anlagen. Na da haben wir ja schon eine tolle Gemeinsamkeit und gut, dass niemand weiß, dass wir beide Rumpelstizchen heißen. ;)
Träumen Sie ruhig weiter von 50% Dummen, die ihren Anbieter wechseln könnten. Viele Energiebraucher haben bereits viel Lehrgeld dabei zahlen müssen. Teldafax läßt grüßen... und sowas spricht sich herum, einmal ganz davon abgesehen auf welche Art und Weise der eine oder andere Versorger versucht die Kunden lokaler Anbieter abzuwerben. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen weiterhin viel Erfolg bei Ihren Bemühungen Energieverbraucher für  die Idee eines Wechsels zu gewinnen, zu wem auch immer. ;)

Offline egn

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« Antwort #27 am: 23. Februar 2012, 07:58:12 »
Zitat
Original von Zeus
Träumen Sie ruhig weiter von 50% Dummen, die ihren Anbieter wechseln könnten.

Diejenigen die beim Grundversorger in der Grundversorgung bleiben sind die Dummen.

Zitat
Viele Energiebraucher haben bereits viel Lehrgeld dabei zahlen müssen. Teldafax läßt grüßen... und sowas spricht sich herum, einmal ganz davon abgesehen auf welche Art und Weise der eine oder andere Versorger versucht die Kunden lokaler Anbieter abzuwerben.

Ich sage nur: \"Gier frisst Hirn\"

Wenn jemand nur auf den Preis schaut und nicht auf die Bedingungen dann ist er selbst schuld. Dies sind aber in der Regel auch diejenigen die sonst auch nicht mit ihrem Geld umgehen können. Die fahren dann auch bei Kaffeefahrten mit.

Ich wechsele schon seit 1998 immer wieder den Anbieter. Früher nur alle 1-2 Jahre, im letzten Jahr sogar 3 mal und im Jahr davor 2 mal. Das gleiche gilt für Gas. Bisher hat es nie irgendwelche Probleme gegeben, alles lief reibungslos.

Allerdings habe ich auch immer darauf geachtet dass der Anbieter kurze Kündigungsfristen, keine Vorauszahlungen und Paketpreise hatte. Boni werden gar nciht in die Kalkulation mit einbezogen, da ich mich in der Freiheit der Kündigung nicht durch Boni beeinflussen lassen möchte. Zudem ist es häufig so dass die Boni nur per Rechtsanwalt ausbezahlt bekommt. Das ist zwar dann auch nicht der absolut günstigste, aber dafür gibt es eben auch keine Problem. Bei Anbietern die Vorauszahlungen verlangen oder Paketpreise haben ist die Gefahr der schnellen Abzocke und eines Schneeballsystems groß.

Genau an diesem Punkt ist einfach noch viel mehr Aufklärung, auch durch den BdE nötig.

Offline Energiesparer51

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Saftige Strompreiserhöhungen zum 1.April 2012
« Antwort #28 am: 23. Februar 2012, 09:59:32 »
Auch ich habe schon diverse Wechsel vollzogen. Dabei waren schon öfter Reklamationen bzgl. des richtigen Zählerstandes zum Wechselzeitpunkt erforderlich.
Die von mir gewählten Anbieter kamen alle aus dem Kreis der großen Energieversorger bzw. der Stadtwerke. Ich habe immer besonderen Wert auf Preisgarantien gelegt, was sich bisher sehr bewährt hat. Sofern versprochen, haben alle Anbieter die Boni problemlos ausgezahlt.

(bisherige Liferanten: yello, e-wie-einfach, energiegut, vattenfall easy, swk-direkt, kleiner racker)
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« Antwort #29 am: 23. Februar 2012, 10:25:45 »
Zitat
Original von egn
Ich sage nur: \"Gier frisst Hirn\"
    Zustimmung, da wurde schon viel gefressen :D
Zitat
Original von egn
Träumen Sie ruhig weiter von 50% Dummen, die ihren Anbieter wechseln könnten.

Diejenigen die beim Grundversorger in der Grundversorgung bleiben sind die Dummen.
    Richtig @egn, die Grundversorgten sind wirklich dumm dran. Millionen haben in der Zwischenzeit keine große Wahl. Haben Sie sich denn schon mal die Mühe gemacht, sich die Situation der Verbraucher anzusehen, die mit ihrem Geld wirklich rechnen müssen. Nicht alle heißen Dagobert.

    Ist heute die Bonität nicht erstklassig, wird nicht selten ein Vertragsabschluss abgelehnt. Das wäre nicht so schlimm, wenn die Abzocke nicht gerade in der Grundversorgung am Größten wäre. Das fängt schon vor Ort bei der eigenen Kommune an (Stichwort Konzessionsabgabe).

    Nicht vergessen, es geht da um die Grundbedürfnisse der Menschen. Es bliebe noch die Vorauskasse, aber davon raten sie ja gerade ab und ob der betroffene Mensch das Geld für die Vorkasse dazu hat? Sehen Sie die Zwickmühle wenn Sie von Ihrem komfortablen Sitz aus (be)- und (ver-)urteilen!? Ihre Ratschläge können Sie da dem Haasen geben. ;)
Zitat
Original von superhaase
Das alles hat aber nichts mit dem Thema dieses Threads zu tun, denn die aktuell angekündigten Strompreissteigerungen sind eben nicht durch die PV verursacht, da die EEG-Umlage, in denen die PV-Kosten enthalten sind, nur von 3,53 auf 3,59 ct/kWh, also praktisch gar nicht gestiegen ist.
    So so, das hat wieder einmal nichts mit dem Thema zu tun! @superhaase, nichts Neues, wenn es eng wird, war die PV bei Ihnen nie Schuld. Wenn die Politik da überzogen hat, dann kann man halt für die Verbaucher nichts mehr machen. Sie haben die zunehmenden Belastungen gefälligst still und leise zu ertragen. Hauptsache der Vorzug für die  PV-Stromerzeuger wird nicht in Frage gestellt. \"Verkauft\" wurde die EEG-Umlage den Verbrauchern mal als minimale Belastung, die nach dem Erreichen von rund einem cent/KWh rasch wieder sinken sollte. Der nicht privilegierte  Verbraucher wird aber nicht nur mit der Umlage belastet, sondern auch der Einspeisevorrang, der Netzausbau, Schattenkraftwerke, etc. pp. kommen dazu.  Ich muss Ihnen das doch hoffentlich nicht mehr erklären.!

 

Der Verein für gerechte Energiepreise