Autor Thema: NEIN zum Ausstieg aus dem Ausstieg -BdEV unterzeichnet Campact-Erklärung  (Gelesen 57970 mal)

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Offline nomos

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Original von RR-E-ft
Wenn sich der Strompreis auch in BW bisher nach den Stromerzeugungskosten im teuersten Kraftwerk richtet, das zur Bedarfdeckung gerade benötigt wird, und es sich dabei regelmäßig um ein Kohle- oder Gaskraftwerk handelt, dann sind eben die Stromerzeugungskosten in einem abgeschriebenen Atomkraftwerk überhaupt nicht preisbestimmend.
......
Die Stromerzeugungskosten in einem Kernkraftwerk betragen ca. 2 Ct/ kWh.
    AHA! .. dieser Tenor ist auch nicht neu und war schon mehrfach zu lesen. [/list]
    Zitat
    Original von RR-E-ft
    Im bundesweiten Vergleich ist Strom in Baden- Württemberg besonders teuer. Interessant deshalb der Strommix des Landes:
    .....56 Prozent des Stroms wurden aus Kernkraftwerken .......

    Aus Kernkraft erzeugter Strom ist deshalb für Verbraucher überhaupt nicht besonders vorteilhaft.
      ..
    und was sollte dann damit suggeriert werden? [/list] vergaloppiert!? Richtig, der Staat macht den  Strom nicht gerade billig. Nicht nur den Strom!

    Offline superhaase

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    Original von nomos
    .. und was sollte dann damit suggeriert werden? [/list] vergaloppiert!? Richtig, der Staat macht den  Strom nicht gerade billig. Nicht nur den Strom!
    Wollen Sie RR-E-ft nicht verstehen, oder können Sie es womöglich gar nicht?
    Herr Fricke hat mehrfach detailiert und logisch ganz einfach nachvollziehbar (so man denn die Texte wirklich liest und dabei auch bereit ist, sachlich richtige Argumente anzuerkennen) dargelegt, dass der von der Atomlobby verbreitete Satz: \"Eine Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke macht den Strom in Zukunft billiger bzw. lässt die Preise weniger steigen\" nicht stimmt.
    Somit ist eine Laufzeitverlängerung für den Verbraucher nicht vorteilhaft.
    Der allzu billige Versuch der Atomlobby, die Verbraucher mit solchen leeren Versprechungen auf ihre Seite zu ziehen, hat ja mancher Umfrage zufolge leider schon einen gewissen Erfolg erzielt. Trotzdem bleiben es leere Versprechungen, wie Herr Fricke aufgezeigt hat.

    Sie sollten nicht immer wieder versuchen, die schlüssige Argumentation dadurch anzugreifen, dass Sie Aussagen hineininterpretieren, die unsinnig sind (durch Ökostrom würde der Strom aktuell billiger).

    Um auf das Ausgangsthema zurückzukommen:
    Die Verlautbarung der Frau Wolf (die nun wohl für die Atom-Lobby arbeitet und daher bei den Grünen verständlicherweise nicht mehr gerne gesehen ist) \"Die Behauptung, man könne nur aus erneuerbaren Energien die Energieversorgung einer Industrienation wie Deutschland sicherstellen, grenze an Volksverdummung.\" ist in ihrer Arroganz und Unwissenheit wohl kaum zu überbieten.
    Dass eine Stromversorgung allein aus Erneuerbaren Energien möglich ist, kann nicht ernsthaft in Zweifel gezogen werden. Wer es dennoch tut, hat entweder keine Ahnung vom Thema, oder er sagt dies wider besseren Wissens, um irgendwelchen Einzelinteressen zu dienen.
    Hierzu gibt es auch schon einige Threads in diesem Forum mit einigen interessanten Links. Suchen lohnt sich. ;)

    Wie schnell ein Umstieg auf 100% Erneuerbare Energien in der Stromversorgung möglich ist, und wieviel er die Wirtschaft und somit die Verbraucher kostet, ist natürlich von vielen Faktoren abhängig.
    Es ist auch durchaus wahrscheinlich, dass ein schneller Umstieg schon mittelfristig viel billiger kommt, als ein zu langes Zögern, weil man in der Gegenwart ein paar Euro einzusparen versucht.

    Wie Herr Fricke schon sehr schön dargelegt hat (und auch ich in vielen anderen Threads hier im Forum schon des öfteren gewissen Diskutanten nahezubringen versucht habe), ist es nur eine Frage der Zeit, bis die fossilen Energien so teuer werden, dass man dann für jede erneuerbare Energiequelle dankbar sein wird.
    Der Umstieg muss gefördert und begonnen werden, solange man das noch kann und die Wirtschaft nicht durch explodierenden Fossilenergiepreise so stark stranguliert wird, dass keine Mittel mehr für die nötige Forschung, Entwicklung und Umgestaltung der Energieversorgung aufgebracht werden können.

    Ich möchte in diesem Zusammenhang noch auf eine beachtenswerte Rede Al Gores verweisen, in der ganz ähnliche Gedanken und Argumente in Bezug auf die USA zu finden sind:
    Al Gore: A Generational Challenge to Repower America

    ciao,
    sh
    8) solar power rules

    Offline nomos

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    Original von superhaase
    Um auf das Ausgangsthema zurückzukommen:
    Die Verlautbarung der Frau Wolf (die nun wohl für die Atom-Lobby arbeitet und daher bei den Grünen verständlicherweise nicht mehr gerne gesehen ist) \"Die Behauptung, man könne nur aus erneuerbaren Energien die Energieversorgung einer Industrienation wie Deutschland sicherstellen, grenze an Volksverdummung.\" ist in ihrer Arroganz und Unwissenheit wohl kaum zu überbieten.  . . . .
      Was mich betrifft, werde ich auf diesen Beitrag nicht eingehen. Über die Tätigkeiten von Ex-Politikern kann man geteilter Meinung sein. Beispiele finden sich viele! Suchen muss man nicht besonders und das gilt parteiunabhängig.

      Aber man sollte wenigstens den Standpunkt von Frau Wolf zur Kenntnis nehmen.  
    z.B. Die WELT[/list]

    Offline Pedro

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    Ich weiß nicht, wie lange die hier Diskutierenden schon das Thema begleiten, ich mache es seit 1986 (wissen Sie noch:Tschernobyl? Kann bei uns ja nicht passieren, alles sicher...).
    Leute, unser Geisteshorizont ist doch gar nicht geeignet, die Langzeitfolgen der Atomkraft zu überblicken. Auch selbst wenn hier im Betrieb der Anlagen alles gut gehen sollte.
    Wenn Jesus Christus, Allah oder andere Religionsstifter im Hauptberuf Atomkraftwerksdirektoren gewesen wären, müßten wir noch heute auf deren strahlende Hinterlassenschaften aufpassen.
    Wer bitte schön hat das bei aller Pfennig-/Cent-Fuchserei in der Wirtschaftlichkeitsberechnung?
    Wir muten doch künftigen Generationen Lasten zu, die selbst von heute lebenden  (und hier u.a. diskutierenden) Atomkraft-Befürwortern nicht akzeptiert würden. Aber was gehen uns schon künftigen Generationen an? Hauptsache wir leben heute billig und über unsere / auf Kosten anderer Verhältnisse. Nur nicht über Alternativen nachdenken!
    In der Energiedepesche war vor vielen Jahren hierzu mal ein Titelbild: 3 Männer auf einem Floß auf hoher See sägten am Holz des Floßes, verbrannten es und sangen: so leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage...
    Vielleicht kann man die Karikatur noch mal bringen?
    Zur Sache selbst kann ich RR-E-ft nur unterstützen, da ist nicht viel mehr zu sagen. Wer das nicht verstehen will, steht entweder in Lohn und Brot der AKW-Betreiber oder verhält sich wie die Männer auf dem Floß.

    Offline nomos

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    Original von Pedro
    Ich weiß nicht, wie lange die hier Diskutierenden schon das Thema begleiten, ich mache es seit 1986 (wissen Sie noch:Tschernobyl? Kann bei uns ja nicht passieren, alles sicher...).
    Leute, unser Geisteshorizont.....
    Wenn Jesus Christus, Allah .......
      @Pedro, was wissen Sie von Tschernobyl?

      Was ist mit Hiroshima und Nagasaki? Dieser Gefahr gilt meine erste Sorge. Tschernobyl mit den deutschen AKW\'s in Verbindung zu bringen, ist Populismus!

      Ihr \"Bild\" gehört genau zu dem Populismus, den @Cremer wohl gemeint hat.

      Um dabei zu bleiben:

    Schnell zurück auf die Bäume, solange sie noch nicht verheizt sind.

    .. oder ist das 68-Syndrom gerade wieder ausgebrochen?

    Es ist wirklich so, eine sachliche Auseinandersetzung ist kaum möglich. Dabei geht es nicht um den Ausstieg vom Ausstieg, wie hier ebenfalls populistisch formuliert wird. Es geht um das sichere WIE, um die künftige sichere und bezahlbare Versorgung der Menschen mit Energie. Dass wir langfristig Ersatz für die fossilen Brennstoffe benötigen ist eine Binsenweisheit. Der Ersatz und der Übergang dazu ist aber mit Augenmaß und Vernunft anzugehen. Brechstangen schaffen hier nichts, sie zerstören.

    Wir machen jetzt mal ad hoc in Probe auf \"Erneuerbar\" auf alleiniges Risiko der Verbraucher. Da bin ich nicht dabei! Es wird dabei vermeintlich keine Kohle, kein Öl, kein Gas und kein Uran verbrannt, aber mit Sicherheit viel Geld, das nicht mehrfach ausgegeben werden kann.

    Aber wie gesagt, eine vernünftige Auseinandersetzung ist wohl nicht möglich,
    Goethe hat angeblich schon gesagt:

    Die Welt, durch Vernunft dividiert, geht nicht auf.[/list]

    Offline superhaase

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    Original von nomos
    Was ist mit Hiroshima und Nagasaki? Dieser Gefahr gilt meine erste Sorge. Tschernobyl mit den deutschen AKW\'s in Verbindung zu bringen, ist Populismus!
    Da kann ich Ihnen mal wieder gar nicht folgen, nomos.
    Was bitte schön haben Hiroshima und Nagasaki mit Tschernobyl oder deutschen Atomkraftwerken zu tun?

    Jedenfalls liegt die Assoziation in viel weiterer Ferne als der Zusammenhang Tschernobyl und deutsche AKWs - immerhin ist Tschernobyl ein Atomkraftwerk.

    Außerdem hatten wir in Deutschland auch schon eine Menge Störfälle, von denen viel vertuscht wurde oder zu vertuschen versucht wurde.
    Und das von Pedro erwähnte Problem mit dem Atommüll ist Ihnen wohl keinen Gedanken wert? Dazu haben Sie offenbar genauso wenig Problemlösendes beizusteuern wie unsere Atomindustrie oder unsere Politiker.....
    Fazit: Pedro hat Recht!

    ciao,
    sh
    8) solar power rules

    Offline nomos

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    Original von superhaase
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    Original von nomos
    Was ist mit Hiroshima und Nagasaki? Dieser Gefahr gilt meine erste Sorge. Tschernobyl mit den deutschen AKW\'s in Verbindung zu bringen, ist Populismus!
    Da kann ich Ihnen mal wieder gar nicht folgen, nomos.
    Was bitte schön haben Hiroshima und Nagasaki mit Tschernobyl oder deutschen Atomkraftwerken zu tun?

    Jedenfalls liegt die Assoziation in viel weiterer Ferne als der Zusammenhang Tschernobyl und deutsche AKWs - immerhin ist Tschernobyl ein Atomkraftwerk.

    Außerdem hatten wir in Deutschland auch schon eine Menge Störfälle, von denen viel vertuscht wurde oder zu vertuschen versucht wurde.
    Und das von Pedro erwähnte Problem mit dem Atommüll ist Ihnen wohl keinen Gedanken wert? Dazu haben Sie offenbar genauso wenig Problemlösendes beizusteuern wie unsere Atomindustrie oder unsere Politiker.....
    Fazit: Pedro hat Recht!
      @sh, Sie können mal wieder gar nicht folgen! Sie müssen nicht staunen, das erwarte ich auch nicht.  ;)

      Die \"Störfälle\" und deutsche Atomkraftwerke mit Tschernobyl in Verbindung zu bringen, ist schlimmer verantwortungsloser Populismus. Wer beschwört denn die Terrorgefahr etc.. Atombomben sind die größte Gefahr, auch die sogenannten Schmutzigen sind eine Gefahr. Terror ist eine Gefahr, unabhängig von den AKWs!

      Es geht um Atom, Kernreaktion und Energie, wenn Sie den Zusammenhang nicht finden. Die Atomenergie kann zum Nutzen der Menschen dienen oder zur unermesslichen Zerstörung. Die Explosionsfolgen und die Folgen der radioaktiven Strahlung können Sie nachlesen. Das ist ausreichend dokumentiert. Wollen Sie die friedliche Nutzung damit vergleichen? Für mich ist das unzulässig und unzumutbar!

      Wo ist die Kernreaktion am sichersten? Wo ist das Material vor Missbrauch sicher? Überall, nur nicht in deutschen AKWs?

      Wind und Sonne werden auf absehbare Zeit nicht reichen! Da hat eher Cremer Recht!

    Offline AKW NEE

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    @nomos

    Sie scheinen für sich ein neues Wort, den Populismus entdeckt zu haben. Bei vielem, nicht bei allem (!), was Sie hier schreiben sollten sie über den Begriff Populismus nachdenken.

    Ihre Sachlichkeit fand ich schon immer sehr beeindruckend, auch hier haben Sie ein beeindruckendes Beispiel gebracht.  
    Zitat
    Schnell zurück auf die Bäume, solange sie noch nicht verheizt sind.

    .. oder ist das 68-Syndrom gerade wieder ausgebrochen?

    Kontrovers diskutieren finde ich spannend, es sollte aber ein Minimum an verstehen wollen vorhanden sein, da hatte ich schon manchmal bei Ihnen so meine Zweifel gehabt.

    Wenn Sie schon den Argumenten des Gegenüber verschlossen sind, sollten Sie wenigstens die vorhandenen Ängste akzeptieren. Wenn Sie meinen Tschernobyl ist ein schlechter vergleich, was halten Sie den von Harrisburg in den USA fast GAU oder Biblis fast GAU.

    Offline superhaase

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    Zitat
    Original von nomos
    Die \"Störfälle\" und deutsche Atomkraftwerke mit Tschernobyl in Verbindung zu bringen, ist schlimmer verantwortungsloser Populismus.
    Naja, auch in Schweden gab es letztes Jahr einen Störfall, der nur knapp an einem GAU vorbeiging, laut Aussage eines schwedischen Fachmanns.
    Die schwedischen gelten auch als sehr sicher.
    Daraufhin wurde auch in Deutschland darüber diskutiert, ob die Notstromversorgung einiger älterer AKWs denn wirklich sicher genug ist....

    Soviel zum \"schlimmen, verantwortungslosen Populismus\".  :rolleyes:

    Zitat
    Es geht um Atom, Kernreaktion und Energie, wenn Sie den Zusammenhang nicht finden. Die Atomenergie kann zum Nutzen der Menschen dienen oder zur unermesslichen Zerstörung. Die Explosionsfolgen und die Folgen der radioaktiven Strahlung können Sie nachlesen. Das ist ausreichend dokumentiert. Wollen Sie die friedliche Nutzung damit vergleichen? Für mich ist das unzulässig und unzumutbar!
    Ich habe ja gerade diesen Vergleich als weit hergeholt bezeichnet.
    Sie haben diesen Zusammenhang hergestellt.
    Schon vergessen?  :tongue:
    Im Übrigen ist es nicht unwahrscheinlich, dass ich von Kernphysik und auch Kernkraftwerkstechnik wahrscheinlich mehr verstehe als Sie, immerhin hatte ich im Studium damit zu tun, wenn auch nur am Rande.

    Zitat
    Wo ist die Kernreaktion am sichersten? Wo ist das Material vor Missbrauch sicher? Überall, nur nicht in deutschen AKWs?
    Wer sagt denn sowas?
    Viele sagen allerdings, und so auch ich, dass das \"Material\" überall auf der Welt problematisch ist - auch in deutschen Atomkraftwerken.

    Und was sagen Sie zum Problem des Atommülls?
    Immer noch keine Silbe dazu von Ihnen zu hören..... Augen zu und ignorieren?

    ciao,
    sh

    PS: Im übrigen bläht es einen Thread unnötig auf, wenn man unmittelbar auf ein Posting antwortet und dazu das komplette Posting zitiert. Wenn man nichts herausgreifen möchte, um es zu kommentieren, dann braucht man nichts zitieren, denn es steht ja alles ein paar Zeilen darüber schon da.
    8) solar power rules

    Offline nomos

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    Original von superhaase
    Zitat
    Original von nomos
    Es geht um Atom, Kernreaktion und Energie, wenn Sie den Zusammenhang nicht finden. Die Atomenergie kann zum Nutzen der Menschen dienen oder zur unermesslichen Zerstörung. Die Explosionsfolgen und die Folgen der radioaktiven Strahlung können Sie nachlesen. Das ist ausreichend dokumentiert. Wollen Sie die friedliche Nutzung damit vergleichen? Für mich ist das unzulässig und unzumutbar!
    Ich habe ja gerade diesen Vergleich als weit hergeholt bezeichnet.
    Sie haben diesen Zusammenhang hergestellt.
    Schon vergessen?  :tongue:
    Im Übrigen ist es nicht unwahrscheinlich, dass ich von Kernphysik und auch Kernkraftwerkstechnik wahrscheinlich mehr verstehe als Sie, immerhin hatte ich im Studium damit zu tun, wenn auch nur am Rande.
      @sh, wieder mal nichts verstanden. Gerade kein Zusammenhang! Es ging um die bekannte Panikmache auch bei dieser Kampagne. Auch hier wird auf die Terrorgefahr im Zusammenhang mit den AKWs hingewiesen. Der Terror existiert davon unabhängig und global. Ich habe auf die wirklichen Gefahren hingewiesen was Atom betrifft. Hier und gegen Atomwaffen sollte agiert werden und nicht gegen die deutschen AKWs und die friedliche Nutzung der Kernenergie.
      ........
      Aha, Sie haben Kernphysik studiert \"unwahrscheinlich und nur am Rande\", ja dann. ... und da bläht noch mehr. :D
    PS:
    Zitat
    Original von superhaase
    PS: Im übrigen bläht es einen Thread unnötig auf, wenn man unmittelbar auf ein Posting antwortet und dazu das komplette Posting zitiert. Wenn man nichts herausgreifen möchte, um es zu kommentieren, dann braucht man nichts zitieren, denn es steht ja alles ein paar Zeilen darüber schon da.
      Wenn es da dann noch so steht bei Ihrer Editierfreudigkeit:
    Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von superhaase[/list]

    Offline AKW NEE

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    @nomos

    Sie schreiben:
    Zitat
    Ich habe auf die wirklichen Gefahren hingewiesen was Atom betrifft.

    Es soll ja Menschen geben, zu denen gehöre ich auch, die bei der Nutzung der Atomenergie weitere Gefahren sehen, sogar Menschen, die Kernphysik studiert haben. Aber natürlich gilt auch hier, objektiv gesehen haben nur Sie recht.

    Offline Pedro

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    Antworten auf Fragen von Nomos:\"Pedro, was wissen Sie von Tschernobyl?\"
    Antwort:  Nach den anfänglichen öffentlichen Vertuschungsaktionen ab dem 26. 4. 1986 über die Folgen des AKW-Unfalls war ich wochenlang im Staatsauftrag damit beschäftigt, an einer \"Telefonhotline\" besorgte Anrufer zu beruhigen (wie man zu dem Zeitpunkt wusste/ahnte u. besonders später erfahren hat: zu belügen!). Ich habe noch heute deshalb Schuldgefühle! Populismus ist mir deshalb sehr fremd.
    Die aktuelle Realität und die Folgen von Tschernobyl  nach über 20 Jahren kann man  - aber nur wenn man will - auf der Homepage des  Bundesamtes für Strahlenschutz ganz neutral nachlesen (inzwischen ist man ehrlicher!).
    Dort wird z.B. weiterhin vor dem Verzehr von Wildpilzen, Waldbeeren und Wildfleich (insbes. Wildschweinfleisch) aus bestimmten Regionen der BRD (insbes. im Süden) gewarnt.
    Der Cäsium 137-Gehalt liegt teilweise noch so hoch, dass der gewerbliche Verkauf verboten ist. Privat kann ja jeder sammeln/jagen was er will. Alles Populismus?
    Weiter Nomos:\"Tschernobyl mit deutschen AKW\'s in Verbindung zu bringen ist Populismus\"  und : \"..schnell zurück auf die Bäume, solange sie noch nicht verheizt sind\".
    Das ist m.E. die typische Reaktion, wenn nichts mehr auf die Frage einfällt, warum die 4 großen Energieschwestern  z.B. seit Jahren  alles unternehmen, die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung zu verhindern.
    Auch zur Frage der strahlenden Hinterlassenschaften wird die Antwort gern verkniffen.
    Sie stellt sich aber - nicht unbedingt heute für uns (außer bereits Asse, wie schnell doch 1 Million Jahre rumgehen!), ganz sicher aber für viele Generationen nach uns (siehe oben). Aber nach uns die Sintflut!?

    Offline nomos

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    @AKW NEE und @Pedro, \"Schnell zurück auf die Bäume .... etc. war eine Replik auf das Bild von Pedro

    \"3 Männer auf einem Floß auf hoher See sägten am Holz des Floßes, verbrannten es und sangen: so leben wir, so leben wir, so leben wir alle Tage...

    @ AKW NEE, das Minimum an Verstehen, ist das denn auf Ihrer Seite vorhanden? Ich bin keinem Argument verschlossen, aber Sie sehen mir nach, wenn ich nicht Jedem folgen kann. Auf Ängste habe ich wohl hingewiesen. Mit Tschernobyl muss man sich nüchtern auseinandersetzen. Wer das tut, wird erkennen, dass ein Vergleich mit deutschen AKWs unzulässig ist. Aber nochmal, ich sehe ja ein, dass eine vernünftige Auseinandersetzung mit der Übergangsenergiequelle Atom in Deutschland kaum möglich zu sein scheint. Nach den Gründen kann jeder selbst suchen.  @Pedro, auch Ihr Beitrag zeigt mir das wieder. Selbst bei einem sofortigen Abschalten müsste das verstrahlte Material sicher eingelagert werden.

    @Pedro, was Sie schildern, hat was mit Tschernobyl zu tun, aber nichts mit den deutschen AKWs. Ich will mir jetzt die Auflistung von Strahlenbelastungen aus anderen Quellen und nicht nur in Deutschland, z.B. auch aus Atombomben und Versuchen verkneifen. Was die dezentrale KWK damit zu tun hat kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der Ersatz der AKWs durch große Windparks der vier Großen hat mit dezentraler KWK nichts zu tun. Aber ich sehe da noch lange keinen Ersatz.

    Dezentrale Energiegewinnung ist gut, wenn dadurch der Wettbewerb befördert wird.  Die Energieerzeugung muss dann wettbewerbsfähig sein. Wenn Großkraftwerke der Energiekonzerne wieder durch Anlagen der Energiekonzerne ersetzt werden ändert sich nichts.

    PS:
    Zitat
    Es soll ja Menschen geben, zu denen gehöre ich auch, die bei der Nutzung der Atomenergie weitere Gefahren sehen, sogar Menschen, die Kernphysik studiert haben. Aber natürlich gilt auch hier, objektiv gesehen haben nur Sie recht.
      Glauben Sie mir, der Großteil der Physiker kennt die Gefahren und sie wissen wie man damit umgeht. Kein ernsthafter Physiker würde sich sonst auf die Nutzung der Kernenergie einlassen. Die Menschen, die die Kernkraftwerke  betreiben, sind keine verantwortungslosen Gesellen. Auch die haben Familien, Kinder und Enkel.  Wenn Sie sich mit den Gefahren befassen wollen, es gibt genügend Fachliteratur (von Physikern) auch über Tschernobyl.

      Bei Tschernobyl ist wichtig, dass da jetzt endlich
    ABGESCHALTET ist.

    @Pedro, und noch dazu
    Dort wird z.B. weiterhin vor dem Verzehr von Wildpilzen, Waldbeeren und Wildfleich (insbes. Wildschweinfleisch) aus bestimmten Regionen der BRD (insbes. im Süden) gewarnt.
    Dort findet man z.B. diesen Text:
    Zitat
    Wichtig für die Beurteilung des Radioaktivitätsgehaltes der Wildpilze ist die Höhe der Strahlenexposition, die sich aus dem Verzehr dieser Pilze für den Menschen ergibt:
    Als Faustregel gilt, dass 80.000 Becquerel Cs-137 bei Erwachsenen einer Strahlenexposition von etwa 1 Millisievert (mSv) entsprechen.

    Anders ausgedrückt: Eine Pilzmahlzeit mit 200 Gramm (g) höher kontaminierten Maronenröhrlingen aus Südbayern (4000 Bq/kg) hat eine Exposition von 0,01 mSv zur Folge. In anderen Gegenden oder mit weniger kontaminierten Wildpilzen wird dieser Wert erst nach mehreren Mahlzeiten erreicht.
    Das entspricht beispielsweise weniger als einem Hundertstel der jährlichen natürlichen Strahlenexposition, der jeder Mensch ausgesetzt ist. Sie beträgt in Deutschland im Mittel 2,1 mSv, je nach örtlichen Gegebenheiten liegt sie zwischen 1 und 10 mSv.

    Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung rät aus anderen Gründen, den Verzehr von Wildpilzen auf 250 g pro Woche zu beschränken: Sie können mit Schwermetallen wie Quecksilber und Cadmium angereichert sein, die bei häufigem Genuss Nierenschäden...........

    [/list]

    Offline superhaase

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    Zitat
    Original von nomos
    Aha, Sie haben Kernphysik studiert \"unwahrscheinlich und nur am Rande\", ja dann. ... und da bläht noch mehr.  
    Wenn es da dann noch so steht bei Ihrer Editierfreudigkeit: Dieser Beitrag wurde 7 mal editiert, zum letzten Mal von superhaase
    Wenn Ihnen nichts Sachliches mehr einfällt, werden Sie persönlich. Das kenn ich ja schon.  :baby:
    Im Übrigen editiere ich meist nur Rechtschreib- und Grammatikfehler, oder ergänze was, wie z.B. das PS oder einen Gedanken, der mir nachträglich noch dazu einfällt. Immerhin sehen Sie an der zugehörigen Uhrzeit, dass ich nur kurz nach dem Posting editiere, meist bevor die erste Antwort kommt.
    Also tun Sie bitte nicht so, als ob ich in dieser Beziehung unredlich wäre.

    Zitat
    nomos:
    ...Ich bin keinem Argument verschlossen...
    Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass Sie jedem Argument verschlossen sind....

    Zitat
    nomos:Was die dezentrale KWK damit zu tun hat kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der Ersatz der AKWs durch große Windparks der vier Großen hat mit dezentraler KWK nichts zu tun.
    Dass Windparks mit KWK etwas zu tun hätten, hat doch keiner behauptet. Das ist wieder Ihr typischer Diskussionsstil, dem anderen unsinnige Aussagen unterzuschieben.  X(
    Dass Sie den Zusammenhang AKW-Betrieb, Marktmacht, dezentrale KWK nicht verstehen, wundert mich nicht, denn Sie wollen nicht verstehen.
    Wieder ein Beispiel, wie verschlossen Sie Argumenten gegenüber sind.

    Zitat
    nomos:
    Glauben Sie mir, der Großteil der Physiker kennt die Gefahren und sie wissen wie man damit umgeht. Kein ernsthafter Physiker würde sich sonst auf die Nutzung der Kernenergie einlassen.
    Der Großteil der Physiker ist auch gegen die Nutzung der Kernenergie, täuschen Sie sich da mal nicht. Nur ein kleinerer Teil ist dafür, und der arbeitet meist direkt oder indirekt für die Atomindustrie.

    ciao,
    sh
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    Offline nomos

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    Original von superhaase

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    nomos:Was die dezentrale KWK damit zu tun hat kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der Ersatz der AKWs durch große Windparks der vier Großen hat mit dezentraler KWK nichts zu tun.
    Dass Windparks mit KWK etwas zu tun hätten, hat doch keiner behauptet. Das ist wieder Ihr typischer Diskussionsstil, dem anderen unsinnige Aussagen unterzuschieben.  X(
    Dass Sie den Zusammenhang AKW-Betrieb, Marktmacht, dezentrale KWK nicht verstehen, wundert mich nicht, denn Sie wollen nicht verstehen.
    Wieder ein Beispiel, wie verschlossen Sie Argumenten gegenüber sind.
      @sh, aber jetzt, gerade der Hochseewindstrom soll doch zum Ersatz wesentlich beitragen. Das wurde schon behauptet und das bedeutet  ZENTRAL und KONZERNE. Der Windstrom hat nun wirklich nichts mit KWK zu tun. Mit dezentraler KWK wird aber immer wieder, wie auch hier,  argumentiert.

      ... und jetzt wieder, die guten Physiker und die schlechten Physiker.  Das wissen Sie mal wieder ganz genau.  :D

     

    Der Verein für gerechte Energiepreise